„wikileaks is a platform that is publishing information“

Logo von wikileaks; Quelle: wikipedia; CC

WikiLeaks ist eine Internet-Plattform, auf der jeder anonym Dokumente veröffentlichen kann, solange diese bestimmten Kriterien genügen (z. B. Öffentliches Interesse).

Das Projekt will „denen zur Seite stehen, die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen.“[1] Dazu wurde ein System „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen“[1] geschaffen.

WikiLeaks wurde 2006 ins Leben gerufen und war ursprünglich nach dem Wiki-Prinzip aufgebaut. Es ist nach eigener Aussage unzensierbar.[2] […]

[…]

Rezeption

Nach Tracy Schmidt vom Nachrichtenmagazin Time könnte sich WikiLeaks zu einem ebenso wichtigen journalistischen Werkzeug wie der Freedom of Information Act entwickeln.[78] WikiLeaks selbst betrachtet sich auch als Zulieferer für investigativen Journalismus.[3]

Der Politikwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber hält WikiLeaks für eine nützliche Erfindung, da „viele Verfahren viel zu intransparent sind“. Als Mächtiger habe man ein Interesse, sich hinter schützenden Barrieren zu verschanzen und tue alles dafür, den Ruf des Denunzianten in der Öffentlichkeit zu verunglimpfen.[79]

Thomas Thiel kritisierte in der FAZ die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks. Dort würden auch klar als Fälschung erkennbare Dokumente veröffentlicht.[80] WikiLeaks argumentiert, dass diese Dokumente von Anfang an klar als Fälschung markiert gewesen seien, und ein öffentliches Outing der Dokumente im Kontext anderer Information wichtig sei. Nach selbigem Prinzip wurde auch ein als gefälscht erkannter angeblicher AIDS-Test des Apple CEO Steve Jobs publiziert und öffentlich als Fälschung entlarvt, der in Börsenkreisen zur Manipulation des Apple-Aktienkurses genutzt wurde.[81]

Nach Angaben von WikiLeaks werden dort eingestellte Dokumente durch Investigativjournalisten forensisch untersucht. Dies beinhalte die Prüfung auf Authentizität, „Mittel, Motiv und Gelegenheit“, wie auch das Vermerken etwaiger Verdachtsmomente gegen die Authentizität eines Dokuments. Bis heute sei diesem Prozess kein Fehler nachgewiesen worden. Die weitere Prüfung der Dokumente erfolge in der Regel durch das Aufgreifen und die Analyse der Dokumente durch die etablierte Presse.[82]

Die Federation of American Scientists lehnte WikiLeaks‘ Einladung, dem Beirat beizutreten, ab und begründete dies wie folgt: „Durch das Fehlen verantwortlicher redaktioneller Kontrolle können Veröffentlichungen sehr einfach zu einem Akt der Aggression oder einer Aufwiegelung zur Gewalt führen, nicht zu erwähnen den Eingriff in die Privatsphäre oder den Angriff auf den guten Geschmack.“ Die Federation of American Scientists gibt zudem zu bedenken, dass es einen Unterschied zwischen der unerlaubten Veröffentlichung von vertraulichen Dokumenten eines autoritären Staates und solchen in einem demokratischen Rechtsstaat gibt, da die Bürger von demokratischen Staaten über Grundrechte verfügen, mit denen sie ihre Rechte geltend machen können. Ebenfalls wird auf die Gefahr von Missbräuchen hingewiesen, da jedermann anonym ungeprüfte Dokumente veröffentlichen kann.[83] ‚

(Quelle: Auszug aus  wikipedia.de)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=qUa8zIJZ7Ds]

(Skepsis gegenüber Wikileaks – ZAPP Medienmagazin – NDR)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=LGKuQzNxEJI]

(Vortrag von WikiLeaks Mitarbeiter „Daniel Schmitt“ auf der re:publica )

  • Erklärung: Ich habe bei diesem Post bewusst auf externe Materialien zurückgegriffen und mich gescheut, eigene Überlegungen zu formulieren. Die Frage nach den Möglichkeiten und Gefahren, die sich durch Plattformen wie wikileaks gerade in Bezug auf Informationsfreiheit und (versus?) dem Schutz von Persönlichkeitsrechten ergeben ist eine Problematik, der sich jeder selbst zu stellen hat!
  • Nachtrag: die Verlinkung der Fußnoten wurde von mir entfernt. Begründung hier
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