Bergdriesch 39/ Templergraben 55

Rwth

AJudenschuleuch die Bildung wurde zur NS-Zeit stark von antisemitischen Gesetzen geprägt. Am 22. Judenschul1April 1933 wurde zum Beispiel ein Gesetz erlassen, welches „nichtarische“ Lehrer aus den Lehrerverbänden ausschloss. Außerdem wurde Vererbungs- und Rassenlehre seit September 1933 als Pflichtfach unterrichtet. Zielgerichtet nahm das neue Regime auch die anderen Fächer ins Visier, um die Schülerinnen und Schüler schon von der Volksschule an die NS-Lehre einzupflanzen.

Die Benachteiligung nichtarischer Schüler/ Lehrer setzte sich insofern fort, dass am 10. September 1935 verfügt wurde, dass „Rassentrennung“ an allen Volksschulen ab 1936 gelten sollte. Dies galt ebenso an den vielen Universitäten im Land.

Rwth1Es ging sogar so weit, dass jüdische Kinder ab dem 15. November 1939 komplett vom allgemeinen Schulbesuch ausgenommen wurden und sogenannte „Judenschulen“ eingerichtet werden mussten. So eine Schule stand hier in Aachen zum Beispiel am Bergdriesch 39. Auch die RWTH war von dieser strikten Trennung betroffen. Mitglieder der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ waren hier aktiv. Dennoch wurde die Uni „arisiert“ und politisch „gleichgeschaltet“. Hier wurden zum einen einige Dozenten und Professoren entlassen, aber auch viele Studenten und Assistenten wurden aus „rassischen“ und politischen Gründen von der Universität ausgeschlossen.4_400

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