Benno-Levy-Weg

Im Benno-Levy-Weg in Haaren befand sich eine Holzbaracke, die bis 1929 zur Unterbringung von obdachlosen Bürgern genutzt wurde.1941 wurde sie als ein Sammellager für die Deportation der Juden in Aachen aus den Gemeinden Haaren, Würselen, Broichweiden und Kohlscheid genutzt.

Dafür wurden die Juden gewaltsam aus ihren Wohnungen geholt. Jeder durfte 30 kg persönliches Gepäck mitnehmen, sowie eine Aktentasche. Die Möbel mussten jedoch zurückgelassen werden, konnten aber je nach Bedarf in der Holzbaracke untergebracht werden. 140 Menschen wurden zu der Zeit mit Stacheldraht davon abgehalten mit der Außenwelt in Kontakt zu treten, auch wenn der Eingang unbewacht war. Zudem gab es in dem Lager eine eigene Organisation. Es gab einen Obmann unter den Insassen, welcher einen Dauerpassierschein besaß und für die Lebensmittel verantwortlich war. Passierscheine für die Insassen mussten beim Obmann beantragt werden. Am 25. Juli 1942 wurden die Lagerinsassen unter Bewachung zur anliegenden Straßenbahnhaltestelle geführt. Am Aachener Hauptbahnhof wurden sie schließlich in das Deportationslager Theresienstadt gebracht.

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